Massives Insektensterben – Wo bleibt der Aufschrei?

Diese Woche Mittwoch wurde eine Studie veröffentlicht, die das Ausmaß des Insektensterbens in Deutschland belegt. Ich habe dazu einen Artikel auf  sueddeutsche.de gelesen.Seit 1989 hat sich der Bestand an Käfern, Insekten und Schmetterlingen um 76 Prozent reduziert. Von diesen Veränderungen sind logischerweise auch andere Tiere und Pflanzen betroffen, die sich von Insekten ernähren. Etwa 80 Prozent der Pflanzen vermehren sich durch Bestäubung, Vögel und zahlreiche andere Arten leben von Insekten. Diese Arten haben sich in ihrem Bestand ebenfalls reduziert. Besonders erschreckend an dieser Studie ist die Tatsache, dass die Zählungen in Naturschutzgebieten stattgefunden haben. Dementsprechend ist die Situation in dicht besiedelten Gegenden mit hoher Wahrscheinlichkeit noch wesentlich dramatischer!

An dem Abend war das die erste Meldung auf der online-Seite der Süddeutschen Zeitung und ich habe fest damit gerechnet, dass das in den folgenden Tagen ein großes mediales Thema sein würde. Als ich am Donnerstagmorgen die Nachrichten im Radio hörte fand sich auf verschiedenen Sendern überhaupt kein Kommentar dazu.

Ich frage mich, wie man solche dramatischen Entwicklungen in der öffentlichen Wahrnehmung so klein halten kann. Wenn das Ökosystem zusammenbricht dann sind Themen wie Altersvorsorge, Öffentliche Haushalte, Arbeitsplätze irrelevant, weil wir unsere Lebensgrundlage verlieren.
Dabei versuche ich zu verstehen, was ich vielleicht übersehe. Warum ist die Ignoranz der Menschen bei Umweltthemen so groß? Ist der vermeintliche Verlust von Bequemlichkeit wirklich so schlimm?

Ich würde gerne über großflächige Biolandwirtschaft und autofreie Innenstädte diskutieren und muss feststellen, dass  dies Themen sind, die nur wenige Menschen interessieren.

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