To-Go-Becher – der Müllstart in den Tag

Seit mehreren Jahren steigt die Zahl der täglichen Müllmengen durch To-Go-Becher. Sie zeigen ein Maximum an Gedankenlosigkeit, die sich täglich wiederholt und stetig mehr wird. Die damit einhergehenden Probleme der wachsenden Müllberge und Ressourcenverschwendung werden regelmäßig thematisiert und Alternativen durch Umweltverbände genauso regelmäßig vorgeschlagen und kaum beachtet.

Obwohl ich nur selten To-Go-Getränke kaufe, hatte sich mir in der Vergangenheit schon häufiger die Frage gestellt, wie praktikabel eigene Mehrwegbecher sind. Die müssen im Moment des Kaffeewunsches griffbereit in der Tasche liegen und das ist je nach Handtasche nicht immer oder eben nie der Fall. Davon abgesehen, dass ich Nahrungsaufnahme im Laufen ziemlich ungesund finde.

Danke, Marina 🙂

Letztes Jahr bekam ich von einer sehr lieben und ökologisch schon weit voraus denkenden Freundin so einen Mehrwegbecher geschenkt und habe das zum Anlass genommen, die Sache selbst auszuprobieren. Wenn ich bei der Arbeit oder zum Einkaufen in der Stadt war, hatte ich ihn fast immer in meinem Rucksack. Ich muss sagen, dass ich unterwegs praktisch keinen To-Go-Becher benötige. Mein Mehrwegbecher steht im Büro und ich befülle ihn in unserer Dienstmensa. Und das eine Mal, wo ich ohne meinen Becher unterwegs bin und schier maximalen Kaffeedrang verspüre setze ich mich die nötigen 5 Minuten irgendwo rein. Sollte das Zeitfenster auch dafür nicht mehr reichen, hat es sich bewährt zu verzichten. Das ist weitaus harmloser als es sich anhört.

Die Hauptgruppe sind die täglichen Kaffeetrinker, die jeden Morgen einen Wegwerfbecher kaufen, anstatt täglich ihren eigenen Mehrwegbecher befüllen zu lassen. Warum nehmen sich so viele Leute morgens keine Zeit mehr zu Hause einen Kaffee zu trinken? Oder zu warten bis man ins Büro kommt? Muss es wirklich in der Zeit des morgendlichen Pendelns sein? Ich finde das sehr ungemütlich.

Mittlerweile gibt es immer mehr Bäckereien und Kaffeeverkaufsstellen, die selbstmitgebrachte Mehrwegbecher befüllen. In der Bäckerei Lüning erhält man beispielsweise fünf Prozent Rabatt, wenn man seinen Becher befüllen lässt. Auch die Müller Kaffeerösterei befüllt Mehrwegbecher.

Hat jemand eine Idee, wie die Dauerkaffeetrinker aus To-Go-Bechern zu Mehrwegbecherbenutzern werden könnten?

 

2 Kommentare

  1. Auch bei der Kette „Yormas“ bekommt man mittlerweile Rabatt auf Kaffee, wenn man den eigenen Becher mitbringt!

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