Ein großes Thema: müllfreie & faire Kleidung

Man hört und liest es sehr häufig: Die Textilindustrie ist global vernetzt und überwiegend ein schmutziges Geschäft. Schmutzig, weil häufig giftige Chemikalien verwendet werden, weil die einzelnen Materialien mehrfach um die Welt reisen, bevor sie meist unter erbärmlichen Arbeitsbedigungen genäht und wieder auf Reisen zu uns geschickt werden. Trotz dieser hochkomplexen Herstellungswege ist Kleidung bei uns sehr billig zu bekommen. Aber auch die teure Markenkleidung ist meistens unter diesen Bedingunen entstanden.

Es gibt eine Vielzahl von Quellen, die sich mit dem Thema befassen. Hier habe ich eine Auswahl aufgeführt, die man unendlich erweitern könnte:

Wenn man sein Verhalten ändern möchte steht am Anfang die Erkenntnis, dass man nur schwer an Informationen über (seine) Textilien kommt. Als Hilfestellung gibt es einige Labels, die entweder eine einigermaßen faire Herstellung zertifizieren oder einen ökologischen Anbau der Rohstoffe nachweisen. Daneben gibt es einige wenige Labels, die beides beinhalten. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hat gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH eine Seite ins Leben gerufen, die über die verschiedenen Siegel aufklären soll. www.siegelklarheit.de
Mein Favorit bei den Siegeln ist das GOTS-Label.

Dennoch bleibt es eine Vertrauenssache, ob die zertifizierten Produkte auch wirklich so hergestellt sind, wie die jeweils enthaltenen Siegel es versprechen. Allerdings merkt man an der Qualität der Ware schon häufig einen Unterschied. Ökowäsche stinkt nicht, wenn sie neu ist, was meiner Meinung darauf hinweist, dass tatsächlich keine Chemikalien enthalten sind. So war es auch mit diesem Spaghetti-Träger-Top:

Die meiste Ökokleidung wird in Onlineshops angeboten, was natürlich nicht ganz müllfrei zu erwerben ist, da mindestens das Paket gepackt werden muss und Artikel wie Unterwäsche auch immer extra eingepackt sind. Es gibt aber auch erste Ladengeschäfte, die Ökokleidung anbieten, wie das Mainzer Geschäft Cocoon.

Es ist ein Vorurteil, das ich bestätigt sehe: Die Auswahl bei ökologisch hochwertiger Kleidung ist kleiner und weniger abwechslungsreich und die Preise sind bisweilen sehr viel höher als im konventionellen Geschäft. Mir zeigt das auf, wie sehr sich die Massentextilindustrie in Schieflage befindet. Dennoch erfolgt auch bei mir eine Umstellung nur langsam, weil ich diese Teile wegen des hohen Preises erst nach und nach kaufe. Ich setze darauf, dass sie auch länger halten werden.

Mit diesen Onlineshops habe ich bereits gute Erfahrungen gemacht:

grundstoff.net
greenality.net
glore.de

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