Der müllfreie Wochenendeinkauf

Der müllfreie Wochenendeinkauf muss gut geplant werden. Schließlich müssen ausreichend Taschen und Gefäße mitgenommen werden.Optimaleweise schreibt man sich eine genaue Einkaufsliste und überlegt sich im Anschluss, wie viele Transportmöglichkeiten man benötigt.

Am Anfang ist das eine Umstellung und bisweilen etwas umständlich. Man gewöhnt sich allerdings wirklich sehr schnell daran und dann geht das Packen der Einkaufstasche/-rucksack genauso schnell wie vorher.

In den Läden Denns und Alnatura kann man für Obst und Gemüse wiederverwendbare Beutel (die hellgrünen im Bild unten) kaufen, deren Gewicht beim Wiegen an der Kasse automatisch abgezogen wird. Auf dem Wochenmarkt kann man sämtliche Obst und Gemüse in Stoffbeuteln mitnehmen. Selbst die Discounter bieten mittlerweile einiges an Obst und Gemüse in loser Form an.

An einigen Käseständen bekommt man auf dem Wochenmarkt den Käse direkt in Dosen gelegt. Beim Fleisch ist das schwieriger, hier habe ich noch keinen Stand ausfindig gemacht, die das machen. Dabei muss man vielleicht, ähnliche wie beim Bäcker, die verschiedenen Metzgereien abklappern und sein Glück versuchen.
Eier kann man auf dem Markt auch in mitgebrachten Eierpackungen kaufen.
Einige der Feinkost-Stände füllen Oliven und Cremes/Pasten in mitgebrachte Gläser. Manchmal hängt es vom einzelnen Verkäufer und seiner Tagesform ab.

Milch, Sahne und Joghurt bekommt man sowohl in Bio- als auch in konventionellen Supermärkten im Pfandglas. Bei Alnatura auch Quark. Wobei ich gerne die reduzierte Milch kaufe, die kurz vor dem Haltbarkeitsdatum steht und dann selber Joghurt oder Quark mache. Dafür habe ich ein Gerät, in das man die Milch gibt und dann entweder Milchsäurebakterien oder Lab hinzufügt. Beides habe ich bei Spinnrad gekauft. Wenn man es vor Ort im Laden kauft bekommt man das in kleinen Flaschen.

Mehl, Nudeln, Reis, Müsli und zahlreiche weitere Trockenprodukte sind in Unverpacktläden erhältlich. Damit hat man alle Grundzutaten zusammen. Vieles, was ich früher fertig gekauft habe mache ich mittlerweile selbst. Beispielsweise mache ich Pudding  ohne Tütenpulver. Zum Rezept gehts hier lang.
Statt die klassischen Süßigkeiten zu essen, backe ich jetzt häufiger Kekse auf Vorrat.

Was einige Leute aus meinem Umfeld machen ist das System mit den Gemüsekisten, die einmal die Woche gebracht werden. Ob sich das für einen selbst wirklich lohnt muss man ausprobieren. Fast alle Anbieter bieten Probeabos und Schnupperwochen an. In Mainz sind mir folgende Lieferdienste bekannt: Ökokiste, Novum und die grüne Bohne.

Allerdings gebe ich zu, dass ich manchmal trotzdem noch das ein oder andere im Supermarkt in Papierverpackungen kaufe. Am häufigsten sind das Mehl und Nudeln. Das ist natürlich auch Müll, aber es gibt die Tage, an denen ich es einfach nicht zum Unverpacktladen schaffe und dann versuche ich mich damit zu trösten, dass ich wenigstens kein Plastik gekauft habe. Mich fasziniert dieses müllfreie Konzept mittlerweile so sehr und mir ist das so stark ins Bewusstsein gedrungen, dass mich jeder Kauf, der Müll mit nach Hause bringt unzufrieden macht. Und trotzdem schaffe ich es nicht immer 100% müllfrei einzukaufen.

 

 

 

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