Zahnpflege

Gerade jetzt in der Zeit zwischen Weihnachten und Silvester fühle ich mich vom Müll erschlagen: Einerseits der Frust, weil es mir nicht gelungen ist, für das Weihnachtsessen vollständig müllfrei einzukaufen, andererseits weil Geschenkpapiermüll angefallen ist – trotz der Kommunikation mit dem Umfeld, dass wir darauf verzichten wollen. Jetzt haben wir wenige Tage etwas Ruhe und dann beginnt der Silvesterwahnsinn, der uns unfassbar große Mengen Feinstaub bescheren wird. Auf den Dreck in der Luft könnten unser aller Lungen sehr gut verzichten und von dem vielen Geld, das für die paar Sekungen bunten Lichts ausgegeben wird könnte man sehr viel Gutes in der Welt bezahlen.

In diesem Moment kommen mir Zweifel, ob sich der Aufwand für ein müllfreies Leben angesichts dieser Massen von Dreck und Müll (und das ist jetzt nur auf Deutschland bezogen!) überhaupt lohnt. Dann denke ich an ein Zitat, das Mutter Theresa zugesprochen wird:

„Was wir tun ist nur ein Tropfen im Ozean, aber wenn wir es nicht tun, würde er dort fehlen.“

Mir hilft das und dann denke ich, dass sich jeder Verzicht lohnt, auch wenn Verzicht anfangs weniger gute Gefühle hervorruft als Konsum. Deshalb schreibe ich heute über müllfreie Mundhygiene. Im Mainzer Unverpacktladen kann ich alles dafür benötigte direkt und ohne Paketversand kaufen.

Zunächst die Zahnbürste: Man kann sie in groß und klein bekommen. Sie besteht aus Bambus und BPA-freiem Nylon, so dass sie komplett biologisch abbaubar ist. Leider dürfen wir keinen Komposthaufen haben, sonst würde ich mir die Verrottungszeit genauer ansehen. So entsorge ich sie in der Biotonne. Ebenso gibt es sie auch in unterschiedlichen Stärken, die man an der Borstenfarbe erkennen kann. Wenn man bedenkt, dass man seine Zahnbürste im Schnitt spätestens alle 2 Monate wechseln sollte, kann man auf diesem Wege 6 Mal im Jahr anfallenden Plastikmüll vermeiden. Allerdings gebe ich zu, dass sie mit 3,90 € schon teuer ist.

Passend dazu gibt es vom gleichen Hersteller hydrophil auch Zahnputzbecher. Diese halten natürlich deutlich länger als die Zahnbürsten und sind aus dem nachwachsenden Rohstoff Arboblend gefertigt.

 

 

 

 

 

 

Da auch Zahnpastatuben aus Plastik bestehen, kann man auf Denttabs zurückgreifen.

Man steckt sie in den Mund kaut 3-4 Mal darauf und kann dann wie gewohnt putzen. Sie schäumen kaum, was am Anfang sehr ungewohnt für mich war, aber am Ende fühlt die Mundhöhle sich genauso frisch an wie nach dem Zahnpastengebrauch. Ich spüle vorher den Mund und mache die Zahnbürste nass, weil sich die Tabs anfangs ziemlich trocken im Mund anfühlen.
Man kann sie sehr gut mit auf Reisen nehmen, ich finde sie gut, weil sie in einem kleinen Säckchen verpackt nicht auslaufen können ;-).

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