Der Naturgarten – Umwelterhalt in allen Lebensbereichen

Der Versuch ohne Müll auszukommen ist Teil der Bemühungen das Leben auf unserem Planeten länger für den Menschen möglich zu machen. Ein weiterer wichtiger Baustein ist für mich die Erhaltung der Artenvielfalt. Dies versuche ich im Kleinen in meinem Garten zu fördern.In Zeiten von Gewinnmaximierung und Monokulturen, von Glyphosat und Neonicotinoiden ist die Bedeutung jeder kleinen Oase unschätzbar. Daher ist die Gestaltung eines Naturgartens wichtig und notwendig. Eine (von mehreren) Definitionen des Naturgartens lautet:

„Der „Naturnahe Garten“, „Ökogarten“ oder „Naturgarten“ hat einen integrativen Ansatz zwischen Mensch und Natur. Im Naturgarten werden heimische Wildtiere und  Wildpflanzen (Fauna und Flora) besonders gefördert. Die Gestaltung orientiert sich an den Vorbildern der Natur. Das Bild des Naturgartens gleicht meistens einem natürlich gewachsenen Raum, die jedoch von Menschenhand geplante, angelegte und gepflegte Räume sind. (Stefan Hartmann: Trendige Materialien., in: Bioterra (Hrsg.): Naturgarten Spezial. Vom Traum zum Lebenstraum. Planung – Gestaltung – Pflege. Zürich 2010.)

Das Schöne ist, dass man diese Idee auch auf kleinem Raum umsetzen kann. Und vor allem sind naturnahe Gärten pflegeleicht, weil es kein „Unkraut“ im klassischen Sinne gibt.

Ich habe meinen Garten zweigeteilt: In den Beeten habe ich Wild- und bienenfreundliche Blumen gesät. Man kann sie passend für die eigene Region beim NABU kaufen. Im Nutzgarten habe ich alte Sorten eingesetzt. Die meisten Nutzpflanzen habe ich bei einer Mainzer Baumschule gekauft, die sich auf die auf die Erhaltung und die Verbreitung selten gewordener heimischer Pflanzen und Hölzer spezialisiert hat. Eine kleine Auswahl stelle ich hier vor. Viele der Pflanzen und Früchte kannte ich vorher nicht. Da ich sie letztes Jahr erst gepflanzt habe bin ich ganz gespannt, was mich diesen Sommer und Herbst an Genüssen erwarten wird!

Zimterdbeere männlich – mit erster Blüte 🙂

 

 

Felsenbirne

 

Himbeere „Gelbe Antwerpener“

 

Jochelbeere

 

Bei den Gemüsesorten ist meine Auswahl noch beschränkt. Einen richtigen Anbieter für alte Samen habe ich noch nicht gefunden. Aber ich werde Euch im Laufe des Sommers und Herbsts über die Entwicklungen in meinem Garten auf dem Laufenden halten und auf diese Weise vielleicht Appetit auf neue Genüsse mit alten Sorten machen.

2 Kommentare

  1. Hallo Zerlina,
    schönes Plädoyer für den Naturgarten 🙂 Wir haben auch seit 5 Jahren einen Garten und haben das Ziel einen Naturgarten zu gestalten. Wir arbeiten uns Schritt für Schritt voran und sind von diesem Ansatz überzeugt 🙂 Schön, dass du auch für Naturgärten bist 😉

    Liebe Grüße Basti

  2. Hallo Basti,

    vielen Dank für die Rückmeldung. Der Naturgarten bietet so viele Vorteile und schöne Seiten, dass ich mich immer wundere, warum es nur so wenige gibt.

    Ich freue mich immer, wenn ich auf Gleichgesinnte treffe!

    Viele Grüße & einen schönen Sommer im Naturgarten

    Zerlina

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