Mikroplastik beim Waschen reduzieren

Bild von H. Hach auf Pixabay

Dass Mikroplastik ein großes Problem im Meer und in den Böden darstellt, ist mittlerweile hinreichend bekannt. Doch obwohl dieses Thema sehr präsent ist, machen wir uns oft nicht bewusst, über wie viele Wege Mikroplastik in die Umwelt gelangt. Eine sehr häufige Quelle ist unsere Kleidung.

Unsere Kleidungsstücke bestehen oft aus synthetischen Fasern. Teile dieser Fasern lösen sich bei jedem Waschvorgang heraus und werden als sog. Mikrofasern in die Abwässer geführt. Diese Klein- und Kleinstfasern können in den Klärwerken nicht vollständig herausgefiltert werden und landen dann in den Gewässern und Böden.
Die wichtigste Maßnahme zur Vermeidung besteht darin, Kleidung frei von synthetischen Fasern zu kaufen. Synthetische Fasern sind alle, die „Poly-“ im Wort beinhalten: Polyester, Polyamid, Polyethylen… Aber auch Materialien wie Elastan, Melamin, Nylon…

Da die Umstellung der Garderobe aus Kostengründen, aber auch aus praktischen Gründen (Funktions- und Sportwäsche sind fast immer und nahezu ausschließlich aus synthetischen Textilien hergestellt) häufig langwierig ist, bietet sich für die Übergangszeit das Waschen mit speziellen Beuteln an, die die Mikrofasern sammeln. Ich habe mir vor einem guten halben Jahr einen Guppyfriend-Beutel geholt. Der Beutel selbst besteht aus Polyamid 6.6, was laut Herstellerangaben selbst keine Fasern abgibt.

,Meine Erfahrungen mit dem Guppyfriend-Beutel sind grundsätzlich gut. Erstens schont das Waschen in einem Beutel die Kleidung und man achtet verstärkt darauf, in welchen Kleidungsstücken synthetische Fasern enthalten sind. Der Beutel ist recht klein, so dass man besonders im Winter, wenn man große Teile hat häufig nicht so viel gewaschen bekommt. Als ich den Beutel kaufte habe ich gedacht, dass ich große Büschel von Fasern herausziehen würde. Das ist nicht der Fall. Man muss die Fasern schon sehr genau suchen.

Insgesamt ist der Beutel für mich ein guter Kompromiss, bis man seine Garderobe umgestellt hat. Auch die Hersteller der Beutel selbst weisen in dem Beipackzettel darauf hin, dass ihr Produkt lediglich eine Übergangslösung sein darf. Neben der tatsächlichen Ersparnis an Fasern, die in die Umwelt gelangen, leistet der Beutel meiner Meinung nach einen sehr wichtigen Beitrag in der Schaffung eines neuen Bewusstseins für das Problem und ein nachhaltigeres Einkaufen.

Erfreulicherweise gibt es auch erste Hersteller, die sogar Sportwäsche frei von synthetischen Fasern herstellen:

https://isadore.com/

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